# COPQ bei der Montage: die echten Kosten schlechter Qualität, die niemand zusammenzählt
Marge stirbt nicht immer in der Fertigung. Oft stirbt sie beim Kunden.
Es gibt Kosten, die fast jeder “kennt”, aber kaum jemand wirklich zusammenzählt: COPQ in der Montage — Cost of Poor Quality im letzten Meter.
Ich nenne es “die Kosten, die niemand addiert”, weil sie nicht dort auftauchen, wo es weh tut. Sie zerfallen in Stunden, Fahrten, Anrufe, Eile, interne Gefallen und “Beruhigungsrabatte”. Was sich verteilt, wird normal.
Das ist nicht nur finanziell. Es ist kulturell: Wenn schlechte Qualität normal wird, lernt das Unternehmen nicht mehr.
Kein Handbuch hier. Kein Schritt-für-Schritt, keine Skripte, keine Templates, keine Zahlen-Schwellen. Ich gebe dir den Rahmen, mit dem ich versteckte COPQ in der Montage sichtbar mache.
## Was COPQ in der Montage ist (und nicht ist)
COPQ ist nicht “ein Fehler”. Es ist alles, was du zahlst, weil es nicht beim ersten Mal richtig war — genau dann, wenn der Kunde Realität bewertet.
Die Falle: nur an Ersatzteile denken. Das ist nur sichtbar.
Echte COPQ umfasst:
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- Zweitbesuche
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- Umplanung und Leerlauf
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- Wartezeiten (Baustelle nicht bereit)
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- wiederholte Fahrten
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- extra Koordination
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- emotionale Kundenarbeit
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- Eilaktionen mit Lieferanten
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- Rabatte “zur Beruhigung”
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- zurückgehaltene Schlusszahlungen
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- Reputation und Empfehlungen, die verschwinden.
## Warum Montage teurer ist
Drei Multiplikatoren:
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- Kontext ist nicht kontrolliert
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- Kunde ist dabei (Wahrnehmung = Produkt)
- Kapazität ist endlich (Rework verdrängt andere Termine).
Ein Minimalversatz kann eine Kostenkaskade auslösen.

## Häufigster Fehler: “Montageproblem”
Dann drückst du am Ende der Kette. Du kaufst Heroismus. Heroismus ist teuer.
Meist ist es systemisch: Versprechen, Aufmaß, Abhängigkeiten, Änderungen, Toleranzen, unvollständige Lieferung, Schnittstellen, After-Sales zu spät.
Meine Frage:
Wo wird der Defekt eingespeist, und wo wird er bezahlt?
Die Montage zahlt oft.
## Warum niemand addiert
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- Silodenken in Kosten
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- Patch-Kultur
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- falsche Metriken (Aktivität statt Reibung).
## Signal: voll ausgelastet, Marge fehlt
“Alles voll” und trotzdem knirscht es. Wenn Montage ein zweites Projekt wird, regiert COPQ.
## COPQ ist auch Vertrauen
Der Kunde bewertet Unsicherheit. Improvisation erzeugt Dokumentationswut, Zahlungszurückhaltung, Spannung. Auch das ist COPQ.

## Paradox: schnell fixen kann extrem teuer sein
Fixen ohne Lernen: Einzelfall, kurzfristiges Lächeln, langfristig Marge weg, Team müde, Qualität verhandelbar.
## Wo oft am meisten Geld steckt
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- unsichtbares Rework
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- Schnittstellenfehler
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- Umplanung
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- blockierter Zahlungseingang.
## Unbequeme Frage
Finanzierst du deine eigene schlechte Qualität? Premium verkaufen und dann Kohärenz mit Zeit, Fahrten und Rabatten bezahlen.
## Wann es strategisch wird
Strukturelle Eile, After-Sales als Engpass, Schlusszahlung konfliktgeladen, Führung ständig involviert, Wachstum erhöht Reibung.
## Diagnosefragen
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- Was wiederholt sich unabhängig von Personen?
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- Wo wird “montagefähig” entschieden und mit welcher Evidenz?
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- Was kommt aus Baustelle vs Produkt?
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- Wie viele Zweitbesuche “zur Sicherheit”?
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- Wie oft wird Schlusszahlung gehalten?
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- Was ist Handwerk, was ist System?
## Das Board, das ich sehen will (konzeptionell)
Störungsfamilien, Ursprung, Wirkung (Zeit/Agenda/Erlebnis/Cash), Wiederholung, gefühlte Reibung.
## Abschluss
COPQ in der Montage sinkt nicht durch “mehr Aufmerksamkeit”. Es sinkt durch Systemdesign: Versprechen, Schnittstellen, Entscheidungen, Lernen.
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